Die Mischung macht’s – Nachwuchsgewinnung analog und digital

Die Zeiten, in denen Unternehmen Auszubildende ausschließlich über eine Stellenausschreibung auf der eigenen Homepage, bei der Agentur für Arbeit oder der IHK gewonnen haben, sind vorbei. Wenn Sie erst kurz vor Ausbildungsstart mit der Suche nach Auszubildenden beginnen, werden Sie höchstwahrscheinlich auch sehr wenige Bewerbungen bekommen. Heute müssen Sie sehr früh mit der Bewerbersuche starten. Doch wie finden Sie als ein kleines oder mittelständisches Unternehmen qualifizierte Bewerber, interessierte und engagierte Mädels und Jungs? Nachwuchsgewinnung ist ein Vollzeitjob, und keine „ich mache es mal neben der Gehaltsabrechnung“ -Tätigkeit. Unternehmen, die ausschließlich auf regionalen Jobmessen und in Schulen vertreten sind, haben die Bedeutung des persönlichen Kontakts verstanden, aber auch das ist nicht mehr ausreichend. Die digitalen Kommunikationskanäle (Social Media Konzepte) der heutigen Jugend dürfen nicht vernachlässigt werden. Wie eine erfolgreiche Mischung durch Nutzung der sozialen Medien und persönlichem Kontakt, zum Beispiel auf Messen, geschaffen und effektiv umgesetzt wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie erklärt man den Nachwuchskräftemangel? – Eine Analyse, welche für die Nachwuchsgewinnung wichtig ist

Viele Firmen haben mit Nachwuchskräftemangel zu kämpfen. Woran liegt das? Zum einen zieht es junge Leute immer mehr in die Städte. Deswegen herrscht gerade auf dem Land ein Nachwuchskräfteproblem. Das zeigte eine Studie des IW Köln. Auch die Digitalisierung spiele eine Rolle, wie eine Studie der DIHK ergab, denn Berufsschulen (darüber hinaus Haupt-, Real-, Gesamt-, Sekundarschulen, Gymnasien, Berufskollegs) müssten in diesem Bereich nachrüsten. Außerdem ergab eine Studie von Bertelsmann, dass es aufgrund des demografischen Wandels immer weniger Schulabgänger gebe und sich gleichzeitig immer mehr junge Menschen für ein Studium und gegen eine klassische Ausbildung entscheiden. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen litten darunter, keine passenden Azubis zu finden. Die Zahl der Bewerber auf eine Ausbildungsstelle sei bei vielen Ausbildungsbetrieben erschreckend gering oder es mangele an passenden Qualifikationen. Besonders Ausbildungen im Bereich Handwerk seien immer weniger gefragt, bei Ausbildungsstart gingen hier viele Betriebe in puncto Nachwuchs leer aus.

Effektive Nachwuchsgewinnung – Die Zielgruppe kennen lernen

Es ist die Marketing- und Vertriebsfaustregel schlechthin: Man muss seine Zielgruppe kennen, um sie für sich zu gewinnen. Das gilt auch für das Personalmarketing und die Azubisuche. Über welche sozialen Medien erreiche ich die potentiellen Azubis? Wie spreche ich sie erfolgreich an? Was begeistert sie? Welche Interessen haben sie, vor allem in Bezug auf die entsprechende Ausbildung? Doch nicht nur in den sozialen Medien, auch im persönlichen Kontakt wie auf Messen, sollten diese Fragen im Vorhinein beantwortet werden. Ob auf Messen, in Schulen oder in den sozialen Medien: Sie müssen sich mit dem Thema Nachwuchsgewinnung, Wünsche, Interessen und Anliegen Ihrer künftigen Azubis (Generation Z) beschäftigen. Wenn Sie wollen, dass Azubis echtes Interesse an Ihrem Unternehmen haben, müssen Sie echtes Interesse an und für Ihren Nachwuchs haben. Das ist der erste Schritt in Richtung starke Arbeitgebermarke.

Wie tickt Generation Z – Die wichtigsten Punkte

Generation Z ist mit den digitalen Medien aufgewachsen, das prägt sie für das gesamte Leben. Im Internet ist die Konzentrationspanne geringer, deswegen sprechen Sie den potenziellen Nachwuchs kurz und prägnant an. Nutzen Sie Bilder oder Videos in den sozialen Medien, um Ihre Aussage zu verdeutlichen. Studien haben ergeben, dass die Trennung von Arbeit und Beruf, die sogenannte Work-Life Separation bei der Generation Z hoch im Kurs steht. Hier unterscheidet sie sich von der Generation Y, die eher eine Work-Life Balance anstrebt. Stabilität und Struktur, wie feste Arbeitszeiten mit einer Gleitzeitregelung oder ein fester Schreibtisch beziehungsweise eigener Arbeitsplatz, ist dieser Generation wichtig. Auch steht der Sinn der Arbeit bei ihnen im Vordergrund. Wie dieser Sinn aussieht, finden Sie am besten in einem Gespräch heraus. Es gilt jedenfalls: Dass Ihr Unternehmen all dies bietet, davon sollte man den potentiellen Nachwuchs überzeugen.

Soziale Medien und das Netz effektiv nutzen – Eine digitale Strategie bringt’s

Man sollte seine Auszubildenden unter anderem da suchen, wo sie sich tagtäglich aufhält: In den sozialen Medien. Ob Instagram, Facebook oder YouTube, eine ansprechende Präsenz ist hier unabdingbar. Auf YouTube können Sie kurze und originelle Videos hochladen. Zurzeit sind Instagram und YouTube bei der Genration Z, also dem potentiellen Nachwuchs, besonders beliebt.

Wussten Sie, dass die meisten sozialen Medien die Möglichkeit bieten, bezahlte Werbung zu schalten? Hier besteht die Möglichkeit, sehr genau der Zielgruppe entsprechend, zu filtern, zum Beispiel nach Interesse, Alter, Wohnort und vielen anderen Kategorien. Doch wie spricht man seine Zielgruppe hier an? Mein Rat ist hier, auf Augenhöhe mit ihnen zu kommunizieren, ohne dabei krampfhaft zu versuchen, ihre Sprache zu sprechen. Lassen Sie sich ruhig von Experten, die den potentiellen Nachwuchs genau kennen, beraten und vielleicht auch inspirieren. Es gilt, die Zielgruppe für eine Ausbildung zu begeistern, mit kreativen Bildern, Videos und kurzen sowie knackigen Texten. Hier sollten die Vorteile einer klassischen Berufsausbildung hervorgehoben werden, auch ein Schnupperpraktikum angeboten werden. Natürlich sollten Sie sich auch als Arbeitgeber besonders attraktiv darstellen, also Ihre Vorzüge hervorheben. Dazu können, ein ansprechendes Gehalt, die Betonung von Work-Life Separation und interessante Aufstiegsmöglichkeiten zählen. Falls Ihnen über die Nachrichtenfunktion in den sozialen Medien Fragen gestellt werden, antworten Sie schnell.

Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Unternehmen im Netz gut auffindbar und repräsentiert ist. So können sich die potentiellen Azubis online ein gutes Bild von Ihrem Unternehmen machen. Eine attraktive und professionelle Webseite ist im Zuge des Employer Branding somit unabdingbar. Gerne unterstützen wir Sie bei einer zielgruppenorientierten Social Media und Online Strategie zur Nachwuchsgewinnung! Infomieren Sie sich jetzt über unsere Kompetenzen und Angebote zum Thema Nachwuchsgewinnung.

Persönlicher Kontakt – Wie man seine künftigen Azubis auf Messen und in Schulen anspricht

Wie geht man auf Messen vor? Es ist wichtig, nicht „wie angeklebt“ an seinem Stand zu stehen. Mischen Sie sich unters Volk, oder nutzen Sie die Möglichkeit Besucher schon am Eingang zu begrüßen. Es gilt: Signalisieren Sie Interesse an Austausch und Kontakt, aber seien Sie nicht aufdringlich. Wenn jemand den Augenkontakt meidet, dann braucht er oder sie noch etwas Zeit. Auch Give-aways sollten die Zielgruppe ansprechen. Im digitalen Zeitalter ist eine Power-Bank mit Ihrem Firmenlogo attraktiver als ein Kugelschreiber. Auf Messen sowie in Schulen gilt es, die Vorteile einer Ausbildung bei Ihrem Unternehmen hervorzuheben und sich die Frage zu stellen, was die jungen Menschen interessiert und anspricht. Wie wecken Sie die Begeisterung der potentiellen Azubis? Hier helfen: sympathische und aufgeschlossene Unternehmensrepräsentanten, auf Schüler ausgerichtete Broschüren, die klar und prägnant die Vorzüge einer Ausbildung in Ihrem Unternehmen zusammenfassen. Auch sollten die allgemeinen Vorteile einer Ausbildung dargestellt und hervorgehoben werden. Dies können firmeninterne Karrieremöglichkeiten, das Hervorheben einer Work-Life Separation oder viele andere attraktive Angebote sein. Den Jugendlichen im Gespräch auf Augenhöhe zu begegnen, ohne dabei krampfhaft versuchen Ihre Sprache zu sprechen – diesen Balanceakt gilt es zu meistern. Junge Menschen für eine Ausbildung begeistern – Externe Experten helfen hier weiter Auf einen Wandel hoffen, bringt hier wenig, denn die Gewinnung von jungen Talenten, unabhängig davon, ob für den kaufmännischen oder gewerblichen Bereich, ist wichtig für die Gestaltung der wirtschaftlichen Zukunft. Viel mehr sind nun Firmen gefragt, Ausbildungen in den Augen der jungen Menschen attraktiv zu machen. Doch viele Unternehmen sind hier überfragt, es mangelt an Zeit, personellen Ressourcen und Know-how, um das Recruiting von Nachwuchs erfolgreich zu gestalten. Hier ist es ratsam, sich externe Experten ins Boot zu holen, die die Zielgruppe genau kennen und wissen wie man diese anspricht, ob in Schulen, auf Messen oder in den sozialen Medien. Gerne unterstützen wir Sie bei diesem Prozess. Informieren Sie sich jetzt.

Das heißt für uns? – Alles nochmal zusammengefasst

Der Nachwuchsmangel rührt vor allem daher, dass es weniger Schulabgänger gibt, viele davon sich für ein Studium entscheiden und vermehrt in die Städte ziehen. Auch müssen unter anderem Berufsschulen in puncto Digitalisierung nachrüsten, um die Nachwuchskräfte entsprechend der Arbeitswelt 4.0 unterrichten zu können. Die Verzahnung von Theorie und Praxis trägt dazu bei, dass Auszubildende Zusammenhänge von Prozessen, Arbeitsinhalten, und –schritten verstehen. Darüber hinaus fühlt sich die Generation Z in der digitalen Arbeits- und Berufsschulwelt wiederrum heimisch.

Um potentielle Nachwuchskräfte zu gewinnen, müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen lernen! Dabei helfen Fragen wie: Welche sozialen Medien nutzen Sie? Wie spreche ich Sie an? Was begeistert Sie oder welche Interessen haben Sie, die zu einer bestimmten Ausbildung passen? Ob auf Messen, in Schulen oder in den sozialen Medien: Es gilt, die Informationen möglichst kurz und attraktiv zu verpacken.

Die Generation Z zeichnet sich vor allem durch den Einfluss der Digitalisierung und des Internets aus. Informationen müssen schnell und kurz dargestellt aber vor allem mit Bildern und Videos untermalt werden. Außerdem bevorzugen sie eine Work-Life Separation sowie feste Strukturen. Das reicht vom Aufgabenbereich bis zum Arbeitsort oder sogar dem eigenen Schreibtisch.

Wichtig ist auch eine Social Media Strategie, welche auf die Zielgruppe ausgerichtet ist. Bilder und Videos mit kurzen knackigen Texten bieten sich hier an. Außerdem sollte man die Vielzahl der Filtermöglichkeiten in den sozialen Netzwerken nutzen, um zielgruppengerichtete Werbung zu schalten. Ob Alter, Wohnort oder Interessen… Die Filterangebote sind groß. Heben Sie hier, egal in welchem Medium, kurz und knackig die Vorteile einer Ausbildung in Ihrem Unternehmen hervor. Work-Life Separation, unternehmensinterne Aufstiegsmöglichkeiten sind unter anderem Beispiele, die bei der Generation Z in der Regel gut ankommen. Persönlicher Kontakt ist weiterhin sehr wichtig. Auf Messen oder in Schulen sollten Sie kurz und knapp präsentieren. Auf das Wesentliche kommt es an. Broschüren oder Flyer im Stil der Zielgruppe mit relevanten Informationen helfen als Zusatz weiter.

Wichtig ist: Bleiben Sie auf Augenhöhe und verstellen Sie sich nicht. Allein die Erfahrung im Berufsleben des jeweiligen Ansprechpartners im Unternehmen kann schon echtes Interesse bei der Zielgruppe wecken. Auf Messen sollte man sich unter das Volk mischen und Besucher gegebenenfalls schon am Eingang begrüßen. Es gilt: Interesse am Kontakt zu signalisieren, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Auch kleine Geschenke vom Unternehmen, sollten eine kleine Aufmerksamkeiten sein, die die Zielgruppe wirklich ansprechen. Dafür eignen sich Powerbanks oder Handyhüllen mit Firmenlogo eher als der klassische Kugelschreiber oder der Schlüsselbund. Diese Gegenstände werden von den Mädels und Jungs wirklich genutzt und wenn ihr Firmenname dabei hin und wieder in Erinnerung gerufen wird, umso besser.

Zu guter Letzt bleibt zu sagen: Zögern Sie nicht, sich externe Experten ins Boot zu holen. Wir haben jahrelange Erfahrung in der Nachwuchsgewinnung und wissen, wie man vor allem Generation Z strategisch und erfolgreich in Schulen, auf Messen und in den sozialen Medien anspricht. Gerne beraten wir Sie und helfen Ihnen Auszubildende für Ihr Unternehmen zu finden, getreu dem Motto: „Die Mischung macht’s“.

1 Comment

  • we-love-google-adwords
    Posted November 8, 2018 8:01 am 0Likes

    In Zeiten von Facebook, Instagram und Twitter ist es sicherlich schwer den Nachwuchs zu gewinnen. Im ersten Moment denken sich viele, dass dies vielleicht nur über den digitalen Weg geht. Doch Olga zeigt auch auf, dass dies anders geht. Ein super Artikel!

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